EU CBAM gegen China: MOFCOM kritisiert unfairen Handelsdruck

Veröffentlicht am Jan. 03, 2026.

EU CBAM gegen China: MOFCOM kritisiert unfairen Handelsdruck

China hat dringend Bedenken hinsichtlich des neuen Kohlenstoffgrenzanpassungsmechanismus (CBAM) der Europäischen Union geäußert, den es als ungerecht gegenüber chinesischen Produkten ansieht. Diese Kommentare wurden als Reaktion auf Anfragen von Medienvertretern gemacht, die sich auf den formellen Plan der EU bezogen, den CBAM nun umzusetzen und die kürzlich veröffentlichten legislativen Vorschläge und Umsetzungsregeln thematisierten.

Die offiziellen Angaben des chinesischen Handelsministeriums zeigen, dass die EU eine Reihe von legislativen Maßnahmen eingeführt hat, die Standardwerte für Kohlenstoffemissionen festlegen und das Produktportfolio erweitern sollen. Diese Entwicklung, so ein Sprecher, ignoriere Chinas bedeutende Fortschritte in der grünen und kohlenstoffarmen Entwicklung.

Ein zentrales Anliegen besteht darin, dass die EU hohe Ausgangswerte für die Kohlendioxid-Emissionsintensität chinesischer Produkte anlegt und diese Werte in den kommenden Jahren erhöhen will. Laut dem Sprecher spiegeln diese Werte jedoch nicht die aktuellen Bedingungen oder die zukünftigen Entwicklungstrends in China wider, weshalb sie als diskriminierend angesehen werden.

Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass die Praktiken der EU die grundlegenden Prinzipien der Welthandelsorganisation verletzen könnten, einschließlich der Meistbegünstigung und der nationalen Behandlung sowie dem Prinzip der gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortlichkeiten, das im Rahmen der UN-Klimarahmenkonvention festgelegt ist.

Der Sprecher betonte, dass die EU plant, den CBAM ab dem Jahr 2028 auf zahlreiche nachgelagerte Produkte auszuweiten. Diese Initiative werde als Hinweis auf unilaterale und handelsschutzpolitische Tendenzen gewertet. China äußert daher gravierende Bedenken und lehnte diese Vorschläge entschieden ab.

Zusätzlich wurde festgestellt, dass die EU ihr Verbot für neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren bis zum Jahr 2035 überarbeitet hat, was als Lockerung der inneren Umweltregulierungen interpretiert wird. Dieser widersprüchliche Ansatz zeigt, dass die EU unter dem Deckmantel der grünen Entwicklung protektionistische Maßnahmen gegen externe Partner ergreift.

Der Sprecher kritisierte außerdem die Weigerung der EU, die historischen Emissionsverantwortlichkeiten, vorherrschende Unterschiede in den Entwicklungsständen sowie die technologischen Fähigkeiten der Länder zu berücksichtigen. Die EU nutze die vermeintliche „Kohlenstoffverschmutzung“ als Vorwand, um neue Formen des Handelschutzes einzuführen.

Diese Entwicklungen könnten zu einem Konflikt zwischen den Vorschriften zur Klimagovernance und dem freien Handel führen und die Kosten für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern erhöhen. Dies könnte das internationale Vertrauen ernsthaft untergraben und den globalen Bemühungen entgegenwirken, den Klimawandel gemeinsam zu bekämpfen.

Angesichts dieser Herausforderungen fordert China die EU auf, internationale Klimaregulierungen und Handelsprinzipien zu respektieren, um Unilateralismus und Protektionismus abzulehnen. Der Fokus sollte darauf liegen, die Märkte offen zu halten und faire Handels- und Investitionsbedingungen zu fördern.

Abschließend erklärt ein Sprecher, dass China bereit ist, mit der EU zu kooperieren, um gemeinsam gegen die globale Klimaveränderung vorzugehen. Gleichzeitig wird betont, dass China alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen wird, um sich gegen unfaire Handelsbeschränkungen zu wehren und die Stabilität seiner Industrie- und Lieferketten zu wahren.

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