CCCEU warnt vor Risiken für Marktöffnung durch EU-Untersuchung zu China

Die China Handelskammer zur Europäischen Union (CCCEU) hat ihre Bedenken hinsichtlich einer laufenden Untersuchung der Europäischen Kommission (EK) zum chinesischen Unternehmen Nuctech geäußert. In einer Erklärung auf ihrem offiziellen WeChat-Konto forderte die Kammer eine Gewährleistung von prozessualer Fairness und umfassender Informationsoffenlegung, damit betroffene Unternehmen ihr Recht auf Anhörung und Selbstverteidigung effektiv ausüben können.
Diese Äußerungen folgen einer Zusammenfassung der Europäischen Kommission über die aufwendige Untersuchung im Rahmen der Verordnung über ausländische Subventionen (FSR), die kürzlich veröffentlicht wurde. Die CCCEU sieht die Notwendigkeit, faire Verfahren zu gewährleisten, angesichts wachsender Unsicherheiten im globalen Handelsumfeld und steigender Compliance-Kosten.
Die Kammer weist darauf hin, dass der Ansatz der EK im Rahmen der FSR nicht nur Auswirkungen auf die Fairness in der individuellen Fallbearbeitung hat, sondern auch die Offenheit des EU-Marktes, die Vorhersehbarkeit der Regeln sowie die Glaubwürdigkeit der Institutionen gefährden könnte.
Insbesondere wies die CCCEU darauf hin, dass die vorläufigen Feststellungen der EK, darunter die vorgeschlagene Behandlung von Subventionskategorien und Einschätzungen zur Quersubventionierung, potenziell negative Auswirkungen auf den Wettbewerb haben könnten. Unternehmen könnten vor der unzumutbaren Aufgabe stehen, zu beweisen, dass ihre Wettbewerbsvorteile nicht durch Subventionen beeinflusst werden.
Die CCCEU betonte, dass sie den Fall weiterhin genau beobachten wird und bereit ist, den Dialog mit europäischen Institutionen aufrechtzuerhalten. Sie möchte ein faires und transparentes Marktumfeld fördern, um eine stabile und positive wirtschaftliche Beziehung zwischen China und der EU zu unterstützen.
Bereits zuvor hatte die Kammer ihre Unzufriedenheit über den übermäßigen Einsatz der FSR-Mechanismen gegen chinesische Unternehmen deutlich gemacht. Während die Commission im Rahmen ihrer Befugnisse ermitteln kann, wird sie daran erinnert, ihre Instrumente nicht zu missbrauchen, um die Geschäftstätigkeit ausländischer Investoren zu stören.
Ein chinesischer Experte warnte, dass die aktuelle Durchsetzungspraxis der EU weitreichende Folgen haben könnte, die über einzelne Fälle hinausgehen. Die Anwendung des FSR könnte die Offenheit des Marktes und die Glaubwürdigkeit der Institutionen der EU ernsthaft in Frage stellen.
Laut Jian Junbo, Direktor am Zentrum für China-Europa-Beziehungen, ist der FSR mittlerweile zu einem wichtigen Handelsinstrument geworden und wird allgemein als Teil der protektionistischen Maßnahmen der EU gegenüber China angesehen. Es bleibt fraglich, inwieweit dieser Regelungsrahmen mit den Standards der Welthandelsorganisation übereinstimmt.
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