Chinas Behörden verbieten erstmals Fusion im Bereich öffentlicher Dienste

Die staatliche Verwaltung für Marktregulierung (SAMR) hat in einem richtungsweisenden Schritt erstmals eine Fusion im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen untersagt. Dies geschah aufgrund der potenziellen Marktdominanz, die durch die Gründung eines neuen Joint Ventures im Flüssigerdgas-Sektor entstehen könnte.
In ihrer Ankündigung auf der offiziellen Website erklärte die SAMR, dass der Fall die geplante Fusion von Lanniao Gas Co. und Nanguan Gas Co. in Foshan, Provinz Guangdong, betrifft. Dies stellt einen signifikanten Vorgang dar, da es das erste Mal ist, dass seit Inkrafttreten des Antimonopolgesetzes eine solche Konzentration im Bereich der öffentlichen Versorgungsdienste abgelehnt wurde.
Der Schritt zur Ablehnung dieser Fusion erhebt den Anspruch, die Wettbewerbsordnung im Markt für abgefülltes Flüssiggas zu wahren. Die SAMR argumentierte, dass die Fusion zu einer Preiserhöhung für Verbraucher führen könnte und somit ihre Interessen gefährdet.
Im Oktober des letzten Jahres hatten sechs Unternehmen, die im gleichen Sektor tätig sind, eine Vereinbarung zur Gründung eines gemeinsamen Unternehmens unterzeichnet. Die Parteien gaben an, dass die geplante Konzentration nicht die Schwelle für die obligatorische Mitteilung an den Staatsrat erfüllte, wurden jedoch dennoch aktiv und reichten eine freiwillige Mitteilung ein.
Nach Erhalt dieser Benachrichtigung suchte die SAMR umfassend nach Meinungen von relevanten Regierungsbehörden und Branchenverbänden, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Sie beauftragte auch eine unabhängige Drittpartei mit der Durchführung einer wirtschaftlichen Analyse zur Gruppe.
Die Analyse ergab, dass eine solche Konzentration dem neuen Unternehmen eine dominante Marktstellung im Bereich des abgefüllten Flüssiggas geben würde und eine koordinierte Marktstrategie entre der beteiligten Unternehmen fördern könnte, was die Marktbedingungen auf lange Sicht negativ beeinflussen könnte.
Die SAMR schloss, dass der Fall nach den Bestimmungen des Antimonopolgesetzes rechtmäßig abgelehnt wurde, um sowohl das Wettbewerbsumfeld zu schützen als auch die Interessen der Verbraucher sicherzustellen.
Öffentliche Versorgungsunternehmen sind entscheidend für die Bereitstellung wesentlicher Güter und Dienstleistungen, die für das tägliche Leben der Bevölkerung notwendig sind. Diese Bereiche umfassen neben der Gasversorgung auch die Energie-, Wasser- und Abfallwirtschaft.
Die SAMR hat in der Vergangenheit betont, dass viele dieser Sektoren durch natürliche Monopole charakterisiert sind, was die Notwendigkeit einer effektiven Regulierung unterstreicht.
Im August dieses Jahres veröffentlichte die Marktaufsichtsbehörde neue Richtlinien zur Antimonopolpolitik im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen, um die Durchsetzung der Vorschriften zu verbessern und die langfristige Regulierung des Sektors zu stärken.
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