Uniqlo und Li-Ning ziehen Pokémon-Produkte nach Yasukuni-Vorfall in China zurück

Uniqlo und Li-Ning haben Pokémon-Produkte in China aus dem Verkauf genommen, nachdem öffentliche Empörung über eine geplante Pokémon-Aktivität am Yasukuni-Schrein aufgekommen war. Der Yasukuni-Schrein wird in China allgemein als Symbol des japanischen Militarismus angesehen, was zu massiven politischen Spannungen führt.
Laut Berichten von der Global Times und anderen chinesischen Medien haben sowohl die japanische Fast-Fashion-Marke Uniqlo als auch der chinesische Sportbekleidungshersteller Li-Ning ihre Pokémon-Kollaborationsprodukte von den Regalen, sowohl online als auch in physischen Geschäften, entfernt.
Die Entscheidung, die Produkte zurückzuziehen, wurde getroffen, nachdem die Pokémon Company Informationen über eine Veranstaltung am Yasukuni-Schrein veröffentlicht hatte, die in der Öffentlichkeit auf heftige Kritik stieß.
Die Global Times berichtete, dass Pokémon-Artikel sowohl aus der offiziellen App von Uniqlo als auch von wichtigen Online-Plattformen wie JD.com und Taobao verschwunden sind. Ebenso sind die Produkte in den stationären Geschäften nicht mehr erhältlich.
Ein Mitarbeiter des Kundenservice bei Li-Ning bestätigte, dass die betreffenden Produkte nicht mehr online verfügbar sind, gab jedoch keine spezifischen Gründe für die Entscheidung an. In großen Filialen von Li-Ning in Peking wurde unabhängig verifiziert, dass die Pokémon-Produkte nicht mehr verkauft werden.
Im Uniqlo Global Flagship Store in Peking wurde ebenfalls berichtet, dass alle Pokémon-bezogenen Produkte entfernt wurden. Unklar bleibt, ob es Pläne gibt, diese Produkte erneut anzubieten.
Die Kontroversen nahmen zu, nachdem die Pokémon Company eine Veranstaltung am Yasukuni-Schrein angekündigt hatte. Diese Ankündigung führte zu Protesten in China, die sich gegen die historische Wahrnehmung des Schrein und der damit verbundenen Aktionen richteten.
Im Hinblick auf das bevorstehende 30-jährige Jubiläum der Pokémon-Franchise haben zahlreiche Marken Kooperationen mit Pokémon gestartet. Doch der Vorfall wurde als zu viel empfunden, was zu einem unmittelbaren Rückzug der Produkte führte.
Die Pokémon Company entschuldigte sich nach dem Vorfall und erklärte, dass die fehlerhafte Nennung des Yasukuni-Schreins für eine Veranstaltung auf ihrer Website auf einen Fehlprozess im Prüf- und Genehmigungsmechanismus zurückzuführen war. Sie versicherte auch, dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden sollen.
Einige Verbraucher äußerten Bedenken hinsichtlich der wiederholten Missachtung historischer Empfindlichkeiten durch das Unternehmen, insbesondere angesichts Chinas Rolle als wichtiger Markt für Pokémon. Dies könnte langfristige Auswirkungen auf das Vertrauen der Konsumenten in die Marke haben.
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