Iran schließt Straße von Hormuz: Auswirkungen auf Ölmarkt

Veröffentlicht am Feb. 17, 2026.

Silhouetten von Öltankern vor turbulenten Wellen.

Die teilweise Schließung der Straße von Hormuz durch den Iran stellt nicht nur ein geopolitisches, sondern auch ein wirtschaftliches Beben dar, das weitreichende Konsequenzen für die globalen Ölmärkte hat. Diese Wasserstraße, die etwa 31 % des weltweiten Seeöltransports abwickelt, ist ein entscheidendes Nadelöhr für die Erdölversorgung, und jede Störung kann sofortige Preisschwankungen auf den Märkten nach sich ziehen. In Anbetracht der fragilen politischen Beziehungen, die zurzeit zwischen den USA und dem Iran bestehen, gewinnt die Schließung zusätzliche Bedeutung. Die gegenwärtigen Verhandlungen in Genf über das iranische Atomprogramm scheinen einen direkten Einfluss auf diese Entwicklungen zu haben.

Die Marktreaktionen auf die aktuellen Ereignisse wurden bereits sichtbar, da die Preise für Brent- und WTI-Öl in der letzten Zeit zurückgegangen sind. Diese Preisbewegungen könnten jedoch vorübergehend sein, insbesondere wenn der Markt die Schließung als eine vorübergehende Sicherheitsmaßnahme wahrnimmt. Es bleibt abzuwarten, wie stark die schiffbaren Transporte beeinträchtigt werden. Jakob Larsens Kommentar deutet darauf hin, dass die Störungen zunächst "geringfügige Unannehmlichkeiten" mit sich bringen, doch können auch diese Unannehmlichkeiten sich rasch auf die Angebotsseite und damit auf die Preise auswirken.

Um die Schwere der Situation richtig zu bewerten, lohnt sich ein Blick auf historische Präzedenzfälle. Die Schließungen der Straße von Hormuz während der Iran-Irak-Kriegsieger, etwa in den 1980er Jahren, führten umgehend zu einem Anstieg der Ölpreise. Auch die geopolitischen Spannungen im Jahr 2008, als die Ölpreise ein Rekordhoch erreichten, verdeutlichen, wie anfällig die Märkte für solche Störungen sind. Historisch gesehen waren solche Situationen häufig der Anfang von langsamen, aber stetigen Preisanstiegen und haben entsprechend auch die Inflation angeheizt. Stehen wir erneut vor einer solch destabilisierten Marktsituation, oder wird der Markt diesmal resilienter reagieren?

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die iranische Schließung der Straße von Hormuz sowohl Risiken als auch Chancen birgt. Auf der einen Seite könnte die Schließung in Verbindung mit ungewissen Verhandlungen zu anhaltenden Preiskorrekturen führen, die vor allem die Ölförderländer unter Druck setzen werden. Auf der anderen Seite könnten günstigere Ölpreise auf längere Sicht den Druck auf Verbraucher und Unternehmen, insbesondere im Fortune 500-Sektor, verringern, sodass, trotz der aktuellen Turbulenzen, auch positive Impulse in der Gesamtwirtschaft sichtbar werden könnten. Es bleibt abzuwarten, ob die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zu einer dauerhaften Stabilisierung führen oder ob wir eine weitere Eskalation erleben werden, die die Märkte vor ernsthafte Herausforderungen stellen könnte.

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