US Supreme Court Urteil gegen Trumps Tarifpolitik sorgt für Unsicherheit

Veröffentlicht am Feb. 21, 2026.

US Supreme Court Urteil gegen Trumps Tarifpolitik sorgt für Unsicherheit

Das US-Höchstgericht hat in einer einhelligen Entscheidung gegen die Zölle der Trump-Administration entschieden. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Exekutive ihre Befugnisse laut dem International Emergency Economic Powers Act überschritten hat, indem sie pauschale Zölle ohne das Einverständnis des Kongresses verhängte.

Kritiker wie der südafrikanische Politikanalyst Sandile Swana betonen, dass die Zölle ohne die nötige rechtliche Grundlage eingeführt wurden, was zeigt, dass das Recht zur Besteuerung beim Kongress liegen muss. Er stellte fest, dass die Last der Zölle hauptsächlich auf den amerikanischen Unternehmen und Verbrauchern und nicht auf den internationalen Exporteuren liegt.

Der kroatische Ökonom Ljubo Jurčić bezeichnete das Urteil als bedeutenden Rückschlag für ein fehlerhaftes Wirtschaftsmodell und argumentierte, die Zölle hätten der US-Wirtschaft geschadet. Er wies darauf hin, dass Unternehmen möglicherweise Millionen an bereits gezahlten Zöllen zurückfordern könnten, und warnte, dass die einseitigen handelspolitischen Maßnahmen die Amerikaner weiterhin schädigen würden.

Europäische Medien berichteten von einem positiven Marktumfeld nach dem Urteil. Die französische Wirtschaftszeitung Les Echos berichtete von einem Anstieg der europäischen Märkte, insbesondere dass der CAC 40-Index in Frankreich die Marke von 8.500 Punkten überschritt. Auch in Griechenland wurde eine optimistische Marktentwicklung aufgrund nachlassender Handels Spannungen festgestellt.

Der portugiesische Kommentator Rui Cardoso beschrieb die Entscheidung als umfassende Niederlage für Trump und merkte an, dass Länder, die als ungerecht erachtete Vereinbarungen mit den USA akzeptiert haben, diese möglicherweise neu verhandeln wollen.

Cardoso fügte hinzu, dass die EU eine schwache Position gegenüber Trump eingenommen hat, wobei die jüngsten Entwicklungen darauf hindeuten, dass sie nicht so viele Zugeständnisse hätte machen müssen.

Einige Ökonomen in Afrika äußerten, dass das Urteil den Exporteuren teilweise Erleichterung bringen könnte, wenn auch die Vorteile unterschiedlich sein werden. Andre Thomashausen erklärte, dass das Urteil Unternehmen ermöglichen könnte, Rückerstattungen zu beantragen und die Wettbewerbssituation zu verbessern.

Teddy Kaberuka, ein ruandischer Ökonom, wies darauf hin, dass die Zölle den globalen Handelsmarkt destabilisierten und zu einem Handelskrieg führten, der auch die Finanzmärkte beeinflusste.

Er betonte, dass die Unsicherheit auf globaler Ebene das wirtschaftliche Wachstum gefährden könnte, insbesondere in Afrika, wo viele Volkswirtschaften besonders verletzlich sind.

Trotz des Urteils bleibt die Unsicherheit bestehen. Edward Fishman, ein ehemaliger Beamter des US-Außenministeriums, erklärte, die Entscheidung könnte die Anwendung von Zöllen als geowirtschaftliches Instrument einschränken, obwohl sie weiterhin in Handelsverhandlungen genutzt werden könnten.

Beobachter sind sich einig, dass die Entscheidung des Gerichts die aktueller Zölle einschränkt, jedoch bleibt die langfristige Richtung der US-Handelspolitik ungewiss, was die globalen Märkte und Handelspartner weiterhin aufmerksam beobachten lässt.

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