Ehemaliger italienischer Beamter rät zu diplomatischerem Umgang mit China

Michele Geraci, ein ehemaliger italienischer Staatssekretär und Wirtschaftsexperte, hat auf dem Boao-Forum für Asien einen diplomatischeren Umgang mit China gefordert. Er appellierte an die europäischen Führer, insbesondere an Italien, einen weniger aggressiven Ansatz zu wählen und die Bedeutung harmonischer Beziehungen zu betonen.
In einem exklusiven Interview mit der Global Times äußerte Geraci seine Besorgnis über die aktuelle Wahrnehmung Chinas. Er teilte seine Erfahrungen, die er während seiner regelmäßigen Gespräche mit italienischen Beamten gesammelt hat, und drängte darauf, dass die Welt sich in eine neue multipolare Ordnung bewegt.
Geraci sprach auch über eine kürzliche Nachricht, die er an die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gesendet hatte, in der er sie aufforderte, ein besseres Verständnis für China zu entwickeln. Laut ihm geht die Botschaft über einen einfachen Text hinaus und ist mit dem Ziel verbunden, ein klareres Bild von China zu vermitteln.
Er kritisierte die Fokussierung italienischer Beamter auf das Handelsdefizit mit China und betonte, dass dies keine Rolle spielt. Geraci argumentierte, dass Italien die Waren aus China importieren sollte und dass ein Handelsüberschuss nicht zwingend einen Vorteil darstellt.
Geraci unterstrich, dass seine Kommunikation mit den Führungskräften der EU darauf abzielt, einen diplomatischeren Umgang mit China zu fördern und die Wichtigkeit einer stabilen und klaren politischen Ausrichtung zu betonen.
Er wies darauf hin, dass viele Missverständnisse über China in Europa aus politischen Interessen resultieren, wobei einige europäische Politiker ein 'imaginary monster' schaffen, um Wählerstimmen zu gewinnen. Dies wirft Fragen über die Wahrhaftigkeit dieser Darstellungen auf.
Darüber hinaus erklärte Geraci, dass das unzureichende Verständnis Chinas technologische Fortschritte in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz und Medizin auch zu Missinterpretationen führt. Er betonte, dass der Glaube, China sei rückständig und kopiere lediglich, ein verbreiteter Irrglaube ist.
Geraci beharrte auf der großen Bedeutung von Chinas Fünfjahresplänen, die nicht nur für die nationale Entwicklung wichtig sind, sondern auch zur Stabilität der globalen Wirtschaft in Zeiten zunehmender Unsicherheit beitragen. Er sah in diesen Plänen ein wichtiges Element zur Schaffung von Klarheit für internationale Märkte.
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