China startet Untersuchungen gegen Handelsbarrieren für Produktion und Lieferketten

China hat am Freitag eine Untersuchung gegen die Handelsmaßnahmen der USA eingeleitet, die sich auf globale Produktions- und Lieferketten sowie den Handel mit grünen Produkten auswirken. Das chinesische Handelsministerium (MOFCOM) hat beschlossen, diese Schritte zu unternehmen, um die eigenen wirtschaftlichen Interessen zu schützen.
Das MOFCOM erklärte, es werde aufgrund der Ergebnisse geeignete Maßnahmen ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen Chinas zu wahren, so ein Sprecher des Ministeriums.
In einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme gab das MOFCOM bekannt, dass das Büro des Handelsvertreters der Vereinigten Staaten (USTR) am 12. März eine Section 301-Untersuchung gegen China und 15 andere Volkswirtschaften wegen angeblicher struktureller Überkapazitäten in der Industrieproduktion eingeleitet hat.
Zusätzlich wurde am 13. März eine weitere Section 301-Untersuchung gestartet, die sich gegen China und 59 weitere Volkswirtschaften richtet, mit dem Vorwurf, dass diese Länder nicht effektiv verhindern können, dass Waren, die unter Zwangsarbeit hergestellt werden, importiert werden.
Um auf die Maßnahmen der USA zu reagieren und die Interessen der chinesischen Industrien zu schützen, hat das MOFCOM zwei gegenseitige Handelshemmnisuntersuchungen zu den US-Praktiken und -Maßnahmen eingeleitet, die globale Industrien und Lieferketten beeinträchtigen und den Handel mit umweltfreundlichen Produkten beeinträchtigen.
Vorläufige Hinweise, die vom MOFCOM gesammelt wurden, legen nahe, dass die USA Praktiken implementiert haben, die die globalen Lieferketten ernsthaft stören. Dazu zählen unter anderem Beschränkungen oder Verbote für chinesische Produkte auf dem US-Markt sowie Probleme bei der Exportierung neuer Produkte nach China.
Diese Handlungen könnten die Handelsinteressen chinesischer Unternehmen erheblich schädigen und stehen möglicherweise im Widerspruch zu den Regeln der Welthandelsorganisation sowie den wirtschaftlichen Abkommen zwischen den USA und China.
Die laufende Untersuchung wird sich mit US-Praktiken im Handelsbereich befassen und umfasst verschiedene Methoden wie Befragungen und Anhörungen, um ein umfassendes Bild der Situation zu erhalten.
Die MOFCOM-Überprüfung soll innerhalb eines Zeitrahmens von sechs Monaten abgeschlossen werden, wobei eine mögliche Verlängerung um bis zu drei Monate in Betracht gezogen wird.
Zudem erklärte das MOFCOM, dass erste Beweise dafür vorliegen, dass die USA Aktivitäten implementiert haben, die den Handel mit grünen Produkten erschweren, darunter Exporteinschränkungen und Verzögerungen bei der Einführung neuer Energieprojekte.
Die Auswirkungen dieser Praktiken auf die chinesische Handelslage sind signifikant, und diese Maßnahmen könnten als Verstöße gegen WTO-Regeln gewertet werden. Die Untersuchung zu diesem Thema wird ebenfalls innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen.
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