Finanzminister kritisiert Elektrobus-Einkauf der Deutschen Bahn aus China

Veröffentlicht am Dez. 22, 2025.

Finanzminister kritisiert Elektrobus-Einkauf der Deutschen Bahn aus China

Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil hat seine Unzufriedenheit mit der Beschaffungsstrategie der Deutschen Bahn geäußert, die eine bedeutende Bestellung beim deutschen Hersteller MAN sowie eine separate Bestellung von Elektrobusse beim chinesischen Unternehmen BYD beinhaltet. Klingbeil zeigte sich über diesen Schritt "verärgert" und forderte eine stärkere Bevorzugung heimischer Anbieter.

Er betonte die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Lokalpatriotismus, der es den Städten ermöglichen sollte, Aufträge an deutsche oder europäische Hersteller zu vergeben, vorausgesetzt, die Angebote sind wettbewerbsfähig. Laut Klingbeil setzen viele deutsche Städte bereits erfolgreich Elektrobusse von renommierten Herstellern wie Mercedes und MAN ein.

Die Kommentare des Finanzministers kamen kurz nachdem die Deutsche Bahn die größte Busbestellung ihrer Geschichte bekannt gegeben hatte, bei der das Münchner Unternehmen MAN einen Großteil der mehr als 3.300 Hybrid- und Elektrobusse liefern soll, während 200 Elektro-Intercitybusse von BYD, die in Ungarn produziert werden, bestellt wurden.

Diese neuen Busse sollen von der regionalen Tochtergesellschaft DB Regio AG in ganz Deutschland eingesetzt werden. Die Bestellung von BYD hat bei Beobachtern Besorgnis ausgelöst, da dies als Zeichen für zunehmenden Protektionismus gewertet wird.

Chinesische Experten argumentieren hingegen, dass die Kritik an der Beschaffung eine Form des Handelsprotektionismus darstellt. Die BYD-Busse werden nicht aus China importiert, sondern lokal hergestellt, was die Position der deutschen Regierungsbehörden in einem komplexen internationalen Handelsumfeld unterstreicht.

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