US-Administration prüft neue nationale Sicherheitszölle für sechs Branchen, chinesischer Experte warnt vor Lieferkettenstörungen

Die US-Administration erwägt die Einführung neuer Zölle unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit für insgesamt sechs Industrien, wie das Wall Street Journal am Montag berichtete. Diese Maßnahme könnte als Zeichen des wirtschaftlichen Protektionismus interpretiert werden und birgt das Risiko von Störungen in den globalen Lieferketten.
Zu den Branchen, die von den möglichen neuen Zöllen betroffen sein könnten, gehören große Batterien, Gusseisen, Eisenbeschläge, Kunststoffrohre, Industriechemikalien sowie Ausrüstungen für Energienetze und Telekommunikation. Diese Zölle würden gemäß dem Abschnitt 232 des Trade Expansion Act von 1962 eingeführt werden.
Die neuen Zölle würden separat von den bereits angekündigten Abgaben erhoben, die US-Präsident Donald Trump nach dem jüngsten Urteil des Obersten Gerichts, das viele seiner früheren Zölle aufhob, ins Auge gefasst hat. Laut Berichten umfasst dies unter anderem einen Zoll von fünfzehn Prozent.
Experten warnen, dass die Absicht der US-Administration, Zölle als Druckmittel einzusetzen, mit den Prinzipien der Welthandelsorganisation in Konflikt steht. Ein leitender Forscher an der chinesischen Akademie für internationalen Handel erklärte, dass derartige Maßnahmen nicht nur den Handel belasten, sondern auch die eigenen Lieferketten der USA destabilisieren könnten.
Am Montag drohte Trump außerdem mit höheren Zöllen auf Waren aus Ländern, die bei ihren Handelsabkommen "Spiele spielen". Er kündigte an, dass solche Länder mit schwerwiegenden Handelskonsequenzen rechnen sollten.
In diesem Kontext hat die internationale Unternehmenslandschaft bereits auf die drohenden Zölle reagiert: FedEx hat die Trump-Administration verklagt und eine Rückerstattung aller unter dem International Emergency Economic Powers Act gezahlten Zölle gefordert.
Die Klage zielt darauf ab, dass das Unternehmen während der Gültigkeit dieser Zölle Waren importiert hat, die den Abgaben unterlagen. FedEx argumentiert, dass die entsprechenden Verordnungen zu einem finanziellen Schaden geführt haben.
Zusätzlich zu FedEx fordern auch andere führende amerikanische Unternehmen eine Entschädigung für die Zölle, die sie aufgrund der politischen Entscheidungen zahlen mussten. Die National Retail Federation hat gefordert, dass die Rückerstattungen an die US-Importeure effizient abgewickelt werden.
Experten weisen darauf hin, dass die bestehenden Zölle bereits die Kosten in den Lieferketten erhöht haben, was zu höheren Preisen für Verbraucherprodukte und einem Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Produkte auf dem globalen Markt führt.
Angesichts der komplexen rechtlichen Verfahren und der Herausforderungen bei der Rückerstattung von Zöllen wird die US-Regierung dringend aufgefordert, die legitimen Forderungen der Unternehmen zu berücksichtigen und sich von einer weiterhin eskalierenden Zollpolitik abzuwenden.
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