China drängt EU zur Abkehr von Nullsummenpolitik und Protektionismus

Veröffentlicht am März 24, 2026.

China drängt EU zur Abkehr von Nullsummenpolitik und Protektionismus

Chinas Außenministerium hat die europäische Union aufgefordert, sich von einer Nullsummenpolitik zu distanzieren und die protektionistischen Maßnahmen abzulehnen. In einer aktuellen Stellungnahme machte ein Sprecher deutlich, dass eine objektive Betrachtung von Chinas Entwicklung erforderlich sei.

Lin Jian, die Sprecherin des Ministeriums, bezog sich dabei auf Äußerungen von Ursula von der Leyen, der Präsidentin der Europäischen Kommission, die kürzlich ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Australien vorgestellt hatte. Sie erklärte, dass die Zusammenarbeit in Bezug auf kritische Mineralien von großer Bedeutung sei und betonte die Notwendigkeit, nicht von einem einzelnen Lieferanten abhängig zu sein.

Darüber hinaus stellte Lin fest, dass die Übernahme des exportorientierten Wachstumsmodells Chinas und die damit verbundenen industriellen Überkapazitäten abzulehnen seien. Sie wies darauf hin, dass der internationale Handel grundsätzlich eine zweiseitige Wahl des Marktes sei, von der beide Seiten profitieren.

Lin betonte zudem, dass die EU traditionell einen Handelsüberschuss genießt und dass die hochwertigen und innovativen Produkte Chinas das Angebot auf dem globalen Markt bereichern und somit den Handel fördern.

Der Sprecher wies darauf hin, dass China niemals einen Handelsüberschuss anstrebe, und bemerkte, dass ein erheblicher Teil der Exporte von in China ansässigen europäischen Unternehmen nach Europa verkauft werde, was in China als Überschuss gezählt werde. Die daraus resultierenden Gewinne kämen jedoch europäischen Investoren zugute.

China ist bereit, sich nicht nur als "Weltfabrik", sondern auch als "Weltmarkt" zu positionieren. Der Sprecher bekräftigte Chinas Engagement für eine qualitativ hochwertige Entwicklung und einen hochstandardisierten Öffnungsprozess.

Zur Förderung des globalen Handels plane China, die Importe qualitativ hochwertiger Produkte über Veranstaltungen wie die China International Import Expo zu erhöhen, um das konsumtive Potenzial zu steigern.

Lin äußerte die Hoffnung, dass China und die EU gemeinsam an einem robusten und ausgewogenen Handel arbeiten und das internationale Handelsumfeld offen und inklusiv halten können.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission hatte zuvor in einer Rede im australischen Parlament betont, dass die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten verringert werden müsse und dass die EU nicht beabsichtige, Chinas Wachstumsmodell zu übernehmen.

Cui Hongjian, Professor an der Akademie für regionale und globale Governance, kommentierte, dass die Handelskooperation zwischen China und der EU grundlegend sei und dass übertriebene Darstellungen von Handelsfragen durch die EU-Kommission politische und regulatorische Maßnahmen nach sich ziehen würden.

Obwohl die EU bilaterale Vereinbarungen mit mehreren Ländern zur Diversifizierung ihrer Märkte unterzeichnet hat, waren die Ergebnisse begrenzt, da die komplexen Handelsbeziehungen zwischen China und Europa nicht leicht zu entwirren sind.

Cui merkte an, dass die politischen Maßnahmen der EU-Kommission oft mehr Gewicht haben als wirtschaftliche Überlegungen und es daher schwierig sei, die eigenen Ziele in Bezug auf China und die wirtschaftliche Sicherheit zu erreichen.

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