China verschärft rechtliche Maßnahmen gegen „Luftwut“ und Sicherheitsrisiken bei Zivilflügen

Veröffentlicht am Apr. 08, 2026.

China verschärft rechtliche Maßnahmen gegen „Luftwut“ und Sicherheitsrisiken bei Zivilflügen

Chinas Justizsystem hat kürzlich Maßnahmen zur Verbesserung der Flugsicherheit eingeführt, die insbesondere auf aggressive Verhaltensweisen, bekannt als "Luftwut", abzielen. Der Oberste Volksgerichtshof und die Oberste Volksstaatsanwaltschaft haben eine richterliche Auslegung veröffentlicht, die strenge Strafen für Handlungen vorsieht, die die Sicherheit in der zivilen Luftfahrt gefährden.

Das Dokument enthält sieben Artikel und tritt in Kürze in Kraft. Es behandelt wesentliche Fragen zur Strafverfolgung von Vergehen, die der Sicherheit im Luftverkehr schaden. Die Auslegung legt fest, wie das Strafrecht angewendet und entsprechende Richtlinien umgesetzt werden.

Ein wesentlicher Punkt der Auslegung betrifft die Definition von Handlungen, die als störende "Air Rage" betrachtet werden, wie das unerlaubte Öffnen von Türen in der Kabine oder gewalttätige Auseinandersetzungen. Wichtig ist, dass nicht jede Form des unerlaubten Öffnens von Kabinentüren als Straftat gilt, sondern nur solche, die während des Flugs eine konkrete Gefährdung darstellen.

Darüber hinaus verfolgt die Auslegung einen listenbasierten Ansatz, um Standards für Überzeugung und Verurteilung bei gewalttätigen Handlungen zu etablieren. Es wird insbesondere betont, dass Gewalt gegen Besatzungsmitglieder als schwerwiegendes Vergehen angesehen werden kann, das die Flugsicherheit ernsthaft gefährdet.

Eine weitere Maßnahme ist die strenge Bestrafung für Verbrechen, die im Zusammenhang mit der Fälschung und absichtlichen Verbreitung falscher Terrorinformationen stehen. Solche Handlungen, die den regulären Ablauf von Flugreisen oder den Betrieb von Flughäfen stören, sind ebenfalls im Fokus.

Die Auslegung stellt klar, dass Handlungen, die erhebliche soziale Auswirkungen oder wirtschaftliche Schäden verursachen, als schwerwiegende Straftaten betrachtet werden können, die mit hohen Freiheitsstrafen geahndet werden. Dies soll die Bedeutung von Sicherheit und Ordnung in der zivilen Luftfahrt unterstreichen.

Ein weiterer bedeutender Punkt ist die Erklärung der territorialen Zuständigkeit für Strafverfahren, die sich mit Bedrohungen für die Zivilluftfahrt befassen. Dabei wird geregelt, dass Straftaten, die an Bord eines Zivilflugzeugs verübt werden, in der Zuständigkeit des Gerichts liegen, an dem der Flug nach dem Vorfall landet.

Die neue gerichtliche Auslegung wird von Fachleuten als wichtiger Schritt angesehen. Wang Yanan, Chefredakteur des Magazins Aerospace Knowledge, erklärte, dass diese Klarstellung lange bestehende Unklarheiten beseitigen soll und die Anforderungen der Gesellschaft an die Flugsicherheit und gerichtliche Fairness angeht.

Die Maßnahmen folgen einem erheblichen Anstieg der Passagierzahlen in Chinas Zivilluftfahrtindustrie, die im Jahr 2025 eine signifikante Steigerung verzeichnete. Dies zeigt, wie wichtig es ist, Sicherheitsstandards zu erhöhen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

ZIVILE LUFTFAHRTSTRAFVERFOLGUNG

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